Schokolierte Trockenfrüchte selbst machen
Schokolierte Trockenfrüchte schmecken einfach lecker, sind allerdings im Supermarkt teuer. Noch dazu weiß man bei Fertigprodukten nie, welche Zusätze darin stecken. Wenn Sie die leckere Nascherei stattdessen ganz einfach zu Hause selbst machen, schont dies den Geldbeutel. Außerdem verzichten Sie auf Konservierungsstoffe und zaubern im Handumdrehen einen Energiekick, den auch Kinder lieben. Wir verraten Ihnen, wie Sie schokolierte Trockenfrüchte selbst machen – entweder aus Trockenobst oder aus gefriergetrockneten Früchten und wie Ihnen die perfekte Schokolade mit Glanz gelingt.
Kurz & knackig: Schokolierte Trockenfrüchte
Gesunde Nascherei: Selbstgemachtes Dörrobst mit Schokomantel liefert schnell Energie und begeistert selbst absolute Obstmuffel.
Ohne Zusätze: Im Vergleich zu gekaufter Ware, die oft geschwefelt wird, bestimmen Sie beim Selbermachen im Dörrautomat oder Backofen die Qualität selbst.
Einfache Zubereitung: Obst schonend bei 50 bis 70 Grad trocknen oder gefriergetrocknete Früchte verwenden, in geschmolzener Kuvertüre wenden und nach Wunsch mit Krokant oder anderem Topping verfeinern.
Lange Haltbarkeit: Kühl und trocken in Dosen gelagert, halten sich die veredelten Trockenfrüchte über viele Wochen bis Monate.
Was macht Trockenobst so gesund und beliebt?
Getrocknetes Obst ist durch den Flüssigkeitsentzug lange haltbar und kann zwischendurch als süße Nascherei gegessen werden. Wird das Obst möglichst frisch und schonend getrocknet, bleiben die meisten Vitamine und wichtige Nährstoffe erhalten. Mit ein bisschen Schokolade drum herum, schmeckt das getrocknete Obst sogar noch besser.
Warum die süße Nascherei fast jeder liebt
Die süße Nascherei begeistert sogar Obstmuffel, die nicht dazu zu bewegen sind, täglich die empfohlene Menge an frischem Obst zu essen. Schokolierte Trockenfrüchte sind nicht zuletzt wegen dem leckeren Schokoladenmantel beliebt, sondern werden oft als Süßigkeit empfunden und deshalb gegenüber frischem Obst bevorzugt.
Fruchtig, süß und konzentriert im Geschmack
Dörrobst ist wesentlich süßer, weil durch den Wasserentzug alle Aromen konzentrierter sind. Somit ist Trockenobst perfekt, wenn man Lust auf etwas Süßes hat. Schokolierte Trockenfrüchte schmecken durch die Schokolade zudem besonders lecker und begeistern Naschkatzen. Allerdings ist der Anteil von Schokolade bei schokoliertem Trockenobst nicht so hoch, als würde man eine Tafel Schokolade essen.
Obst im Dörrautomat oder Ofenen schonend trocknen
Zwar können Sie getrocknetes Obst fertig im Supermarkt kaufen, allerdings wird dieses oft geschwefelt, um es haltbarer zu machen. Sind Sie Fan von Dörrobst, können Sie Früchte problemlos selbst machen, ohne Konservierungsmittel wie z. B. Schwefel zuzusetzen. Besser ist es, wenn Sie selbst das frische Obst schonend trocknen. Selbstverständlich dürfen Sie mehrere Obstsorten mischen, dann ist für jeden die richtige Süßigkeit dabei.
Welche Früchte eignen sich für schokolierte Trockenfrüchte?
Zum Trocknen eignen sich fast alle Obstsorten. Apfelscheiben, Bananenstücke, Erdbeeren, Kiwi, Feigen sowie Ananas und fast alle Beerenarten (z. B. die nährstoffreiche Acai-Beere) können entweder im Backofen bei geöffneter Tür oder noch besser in einem speziellen Dörrautomat getrocknet werden.
Die Temperatur liegt in einem Bereich von 50 bis 70 °C, um frischem Obst die Feuchtigkeit zu entziehen. Sowohl im Backofen wie auch im Dörrautomat dauert dies je nach Obstsorte und Größe der Obststücke mehrere Stunden.
Wollen Sie im Küchenofen Obst trocknen, sollten Sie ein Backgitter verwenden, das Sie mit Backpapier ausgelegt haben, damit die Obststücke nicht durch das Gitter fallen. Der Trockenautomat besitzt mehrere Körbe, die übereinander gestapelt das Trocknen größerer Mengen erlauben.
Mit einem Timer kann die Dauer des Trockenvorganges eingestellt werden bzw. beim Backofen können Sie eine Eieruhr oder einen Wecker verwenden.
Schritt für Schritt: Trockenfrüchte richtig schokolieren
Nachdem alle Obststücke getrocknet wurden, müssen Sie jetzt noch Schokolade oder Kuvertüre schmelzen. Das können Sie entweder im Wasserbad oder bei geöffneter Backofentür im Backofen tun. Verwenden Sie eine Glasschale oder eine Edelstahlschale, um Vollmilchschokolade, Zartbitterschokolade oder weiße Schokolade langsam zum Schmelzen zu bringen.
Anschließend können Sie das Dörrobst entweder auf Spieße aufstecken, um diese dann in der Schokolade zu wenden, oder Sie schokolieren einzelne Obststückchen. Wenn Sie möchten, können Sie schokolierte Trockenfrüchte mit bunten Streuseln oder Krokant garnieren – schließlich isst das Auge mit.
Haltbarkeit und gesunde Inhaltsstoffe
Schokolierte Trockenfrüchte sind mehrere Wochen auch ohne Schwefelzusatz und Monate haltbar, wenn sie kühl und trocken gelagert werden. Es lohnt sich also, wenn Sie vorrätig Trockenobst herstellen und in Frischhaltedosen oder Gebäckdosen aufbewahren.
Auch ohne Schokoladenüberzug ist Dörrobst haltbar und dient als gesunde Alternative zu Süßigkeiten. Zwar ist Trockenobst im Vergleich zu frischem Obst kalorienhaltiger (bei gleicher Menge), jedoch ist Dörrobst viel gesünder. Es liefert zudem auch noch Energie, Nährstoffe und Vitamine. Allerdings geht das Vitamin C beim Trocknen weitgehend verloren, so dass Trockenobst kein vollständiger Ersatz für Rohkost ist.
Die richtige Schokolade wählen: Kuvertüre versus Tafelschokolade
Ob Vollmilch, Zartbitter oder weiße Schokolade – prinzipiell schmilzt jede Sorte, wenn man sie behutsam erwärmt. Für ein professionelles Ergebnis empfehlen wir Kuvertüre.
Warum Kuvertüre beim Schokolieren die bessere Wahl ist
Im Gegensatz zu normaler Tafelschokolade enthält Kuvertüre einen deutlich höheren Anteil an Kakaobutter. Das sorgt dafür, dass die geschmolzene Masse flüssiger wird, sich dünner und gleichmäßiger um die getrockneten Früchte legt und nach dem Abkühlen einen schönen Glanz behält. Zudem verhindert der Fettgehalt, dass die Schokolade beim Trocknen sofort matt wird oder einen Grauschleier bekommt.
Profi-Tipp: Schokolade richtig schmelzen & perfekte Kristallstruktur erhalten
Viele machen den Fehler, die Kuvertüre im Wasserbad zu stark zu erhitzen. Wenn Schokolade zu heiß wird (über 45 bis 50 Grad), zerstört das die Kristallstruktur der Kakaobutter. Die Folge: Nach dem Abkühlen wird die Schokolade matt, grau oder fleckig.
Mit diesem Trick verhindern Sie das: Hacken Sie die Kuvertüre und schmelzen Sie zunächst nur zwei Drittel davon bei niedriger Hitze im warmen Wasserbad. Sobald alles flüssig ist, nehmen Sie die Schüssel vom Topf und rühren das restliche, noch feste Drittel unter. Durch die Restwärme schmilzt der Rest von alleine, während die Temperatur absinkt. Dies sorgt für einen wunderschönen Glanz und den perfekten Biss.
Der geschmackliche Kontrast
Sehr süße Trockenfrüchte wie Datteln, Feigen oder Bananen harmonieren perfekt mit einer herb-würzigen Zartbitterschokolade, da der herbe Kakao die intensive Süße wunderbar ausgleicht. Saure Früchte wie getrocknete Erdbeeren oder Aprikosen schmecken dagegen fantastisch im Mantel aus cremiger Vollmilch- oder weißer Schokolade.
Typische Fehler beim Trocknen und Schokolieren vermeiden
Wenn Sie sich die Arbeit machen, Früchte selbst zu dörren und zu veredeln, möchten Sie natürlich, dass am Ende alles perfekt gelingt und lange haltbar bleibt. Mit ein paar einfachen Kniffen lassen sich die klassischen Stolpersteine von vornherein ausschließen.
Restfeuchtigkeit als Hauptfeind der Haltbarkeit
Das Wichtigste beim Dörren im Backofen oder Automaten ist die Geduld. Die Obststücke müssen absolut durchgetrocknet sein, bevor sie mit Schokolade überzogen werden. Befindet sich im Inneren der Frucht noch Restfeuchtigkeit, fängt das Obst unter dem luftdichten Schokoladenmantel nach kurzer Zeit an zu schimmeln. Testen Sie am besten, ob sich beim Drücken auf ein Stück noch Feuchtigkeit anfühlt.
Der Albtraum aller Schokoladenliebhaber: Wasser im Topf
Beim Schmelzen im Wasserbad lauert die größte Gefahr in Form von nur einem einzigen Wassertropfen oder aufsteigendem Wasserdampf. Gelangt auch nur ein Hauch von Wasser in die warme Schokolade, zieht sie sich sofort zusammen, wird klumpig, stumpf und matt. Verwenden Sie daher immer eine Schüssel, die fest auf dem Topf aufsetzt, und wischen Sie den Boden der Schüssel vorher trocken.
Gefriergetrocknetes Obst als knackige Alternative zum klassischen Dörrobst
Neben herkömmlichem Dörrobst können Sie für selbstgemachte Schokodrops auch gefriergetrocknete Früchte verwenden. Diese Variante sorgt im Mund für einen ganz besonderen Effekt und bringt frischen Wind in die Süßwarenküche.
Die Unterschiede zwischen Gefriertrocknung und klassischem Dörren
Während Dörrobst durch warme Luft langsam Feuchtigkeit entzieht, wird gefriergetrocknetes Obst im Schockfrost- und Vakuumverfahren komplett von Wasser befreit. Das führt zu diesen Unterschieden:
- Konsistenz und Biss: Dörrobst bleibt durch den Restwassergehalt elastisch, zäh und weich. Gefriergetrocknete Früchte sind dagegen federleicht, porös und zergehen beim Essen buchstäblich auf der Zunge – sie bieten Knuspercrunch.
- Aroma und Farbe: Da bei der Kältetrocknung keine Hitze im Spiel ist, bleiben Form, intensive Farbe und der Geschmack der frischen Ernte fast vollständig erhalten.
Gefriergetrocknete Früchte schokolieren
Da gefriergetrocknete Beeren oder Fruchtscheiben absolut trocken und leicht sauer sind, harmonieren sie perfekt mit der Schokolade. Zudem saugen sie die Kuvertüre an der Oberfläche leicht auf, wodurch die Schokolade schneller erstarrt. Vor allem Erdbeeren, Himbeeren und Sauerkirschen schmecken mit Schokoladenmantel extrem lecker!
Kreative Toppings und Veredelungen für selbstgemachte Naschereien
Wer seine schokolierten Trockenfrüchte optisch und geschmacklich auf das nächste Level heben möchte, kann sie direkt nach dem Schokolieren – solange die Schokolade noch weich ist – mit verschiedenen Zutaten bestreuen oder verfeinern.
Von feinem Meersalz bis zu gehackten Nüssen
- Süß trifft salzig: Eine winzige Prise Fleur de Sel oder grobes Meersalz auf dunkler Schokolade sorgt für einen genialen Kontrast, der den Geschmack des Kakaos intensiviert.
- Nüsse und Kernchen: Fein gehackte Pistazien, angeröstete Mandelsplitter oder Haselnusskrokant geben dem Ganzen einen tollen Crunch.
- Würzige Noten: Ein Hauch von Zimt oder – für alle, die es feurig mögen – eine Prise Chilipulver in der noch flüssigen Schokolade garantiert einen Gaumenschmaus.
Häufig gestellte Fragen zu schokolierten Trockenfrüchten
Welche Obstsorten eignen sich am besten zum Selbermachen?
Fast alle Früchte wie Äpfel, Bananen, Erdbeeren, Kiwis, Feigen, Ananas und Beeren lassen sich hervorragend trocknen und anschließend mit Schokolade überziehen.
Wie hoch sollte die Temperatur im Dörrautomat oder Backofen sein?
Die optimale Temperatur liegt zwischen 50 und 70 °C, um dem Obst schonend die Feuchtigkeit zu entziehen, ohne die wertvollen Inhaltsstoffe zu zerstören.
Wie lange sind selbstgemachte schokolierte Trockenfrüchte haltbar?
Richtig gelagert in kühlen, trockenen Frischhalte- oder Gebäckdosen halten sich die veredelten Trockenfrüchte problemlos mehrere Wochen bis Monate.
Muss man das Obst vor dem Trocknen schwefeln?
Nein, gerade beim Selbermachen zu Hause verzichtet man bewusst auf Konservierungsmittel wie Schwefel. Das frische Obst trocknet auch so wunderbar und schmeckt absolut natürlich.












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