Kürbis Rezepte
An Halloween dreht sich alles um den Kürbis und das schaurig-schöne Gruseln. In der Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November feiern wir dieses Fest, bei dem Kinder verkleidet um die Häuser ziehen und Süßigkeiten sammeln. Doch nicht nur als Dekoration vor der Haustür macht der Kürbis eine gute Figur, auch in der Küche ist er in dieser Zeit der absolute Star.
Das orangefarbene Fruchtfleisch schmeckt lecker und liefert Energie für die kalten Tage. Der Klassiker ist natürlich die cremige Kürbissuppe. Aber Sie können das Gemüse auch wunderbar braten oder im Ofen backen. Heute verrate ich Ihnen, wie Sie aus dem herbstlichen Allrounder leckere Gerichte zaubern und worauf Sie bei der Zubereitung achten sollten.
Welche Kürbissorten eignen sich für Ihre Rezepte?
Bevor Sie mit dem Kochen beginnen, will zunächst die richtige Kürbissorte gefunden sein. Die Auswahl an Speisekürbissen ist riesig. Sie unterschieden sich in Geschmack und Konsistenz. Wenn Sie für Ihre Halloween-Suppe nicht nur den klassischen Riesenkürbis verwenden möchten, bieten sich verschiedene Sorten an.
Der Hokkaido-Kürbis: Der unkomplizierte Klassiker
Der Hokkaido ist zweifellos der Liebling in der schnellen Küche, was vor allem an einer praktischen Eigenschaft liegt: Man kann seine Schale einfach mitessen. Beim Kochen wird diese genauso weich wie das Fruchtfleisch, was Ihnen das mühsame Schälen erspart. Er schmeckt angenehm nussig und erinnert ein wenig an Esskastanien. Durch sein intensives Orange verleiht er jeder Suppe eine tolle, leuchtende Farbe, die auf jedem Halloween-Buffet ein optisches Highlight ist. Zudem ist sein Fleisch eher fest und mehlig, wodurch die Suppe beim Pürieren eine wunderbar sämige Konsistenz bekommt.
Der Butternut-Kürbis: Cremig und fein im Aroma
Dieser Kürbis hat eine markante birnenähnliche Form und eine glatte, helle Schale. Sein Name ist hier Programm: Er besitzt ein sehr feines, butterartiges Aroma mit einer dezenten Süße. Im Gegensatz zum Hokkaido muss der Butternut geschält werden, doch der Aufwand lohnt sich. Sein Fleisch ist besonders zart und enthält nur sehr wenige Kerne, die sich zudem alle im unteren, bauchigen Teil befinden. Er eignet sich hervorragend für sehr feine Cremesuppen, schmeckt aber auch fantastisch, wenn man ihn in Würfel schneidet und scharf in der Pfanne anbrät, um ihn als Gemüsebeilage oder im Salat zu verwenden.
Der Muskatkürbis: Würzig und ergiebig für große Runden
Suchen Sie einen Kürbis, der eine ganze Gästeschar satt macht, ist der Muskatkürbis die richtige Wahl. Er gehört zu den Moschuskürbissen und kann beeindruckende Größen erreichen. Seine Schale ist meist gerippt und färbt sich bei zunehmender Reife von dunkelgrün nach beige-braun. Das Fruchtfleisch ist sehr saftig und besticht durch ein würziges, namensgebendes Muskat-Aroma. Da er so ergiebig ist, eignet er sich perfekt, wenn Sie eine größere Gruppe an Halloween verköstigen möchten. Auch für das Einkochen von Chutneys oder für süß-saure Beilagen ist sein festes Fleisch ideal geeignet.
Der Spaghetti-Kürbis: Die außergewöhnliche Alternative
Wenn Sie einmal etwas ganz Neues ausprobieren möchten, sollten Sie zum Spaghetti-Kürbis greifen. Er hat eine längliche Form und eine gelbe Schale. Die Besonderheit offenbart sich nach dem Garen: Das Fruchtfleisch zerfällt in lange, dünne Fäden, die optisch an Spaghetti erinnern. Man kann ihn im Ganzen kochen oder backen und die „Gemüse-Nudeln“ anschließend einfach mit einer Gabel herauskratzen. Mit einer kräftigen Tomatensauce oder einfach nur mit etwas Butter und Kräutern serviert, ist dies ein tolles Rezept, das vor allem Kinder fasziniert und eine gesunde Abwechslung auf den Tisch bringt.
Machen Sie den Klopftest
Achten Sie beim Kauf auf den Klopftest. Klingt der Kürbis hohl, ist er reif und hat das volle Aroma für Ihre Rezepte entwickelt. Ein weiteres Qualitätsmerkmal ist der Stiel: Dieser sollte verholzt und trocken sein, da ein fehlender Stiel eine Eintrittspforte für Bakterien sein kann, was die Lagerfähigkeit Ihres Kürbisses stark einschränkt.
Leckere Kürbis Rezepte – Kürbissuppe zu Halloween
Da es ebenfalls eine schöne Tradition zum Halloweenfest ist, die Kürbisfrucht auszuhöhlen, eine Kerze in ihr Inneres zu stellen und den zu einer furchterregenden Fratze geschnitzten Kürbis als Dekoration aufzustellen, bietet es sich regelrecht an, für Halloween leckere Kürbissuppe zu machen.
Rezepte für eine schmackhafte Kürbissuppe gibt es viele. Für welches man sich entscheidet, ist eine Geschmacksfrage. Wer Suppen aus Kürbisfleisch generell mag, kann sich in Oktober und November kulinarisch auftoben und die Rezepturen der Kürbissuppen wechseln. Das Fruchtfleisch kann in der Suppe ganz alleine die Hauptrolle spielen, kann aber auch sehr gut mit Kartoffeln und Suppengemüse oder anderen Zutaten kombiniert werden.
Früher hat man das Kürbisfleisch nach dem Kochen püriert, indem man es durch die Flotte Lotte drehte. Inzwischen geht das mit einem Stabmixer wie etwa Bosch MaxoMixx deutlich einfacher, weil man die kochend heiße Suppe nicht umständlich umfüllen muss, sondern direkt im Suppentopf mit einem Stabmixer pürieren kann.
Diverse Variationen der Kürbissuppe
Die meisten Suppenrezepte gehen auf die gutbürgerliche Küche zurück und sind daher fast immer eine deftige Angelegenheit. Früher wurde einfach alles in Suppe oder Eintopf geworfen, was unter der Woche übrig blieb. So musste man keine Lebensmittel wegwerfen. Im Grunde kann man dies auch heute noch so handhaben, weshalb es für die Zeit rund um Halloween allerlei Variationen für Kürbissuppen gibt.
Kürbissuppe kann beispielsweise
- nur aus Kürbis gekocht, per Stabmixer püriert und mit Sahne oder einer weißen Mehlschwitze verfeinert werden.
- mit Fleischbrühe und Suppengrün herzhaft würzig gekocht werden.
- mit Weißwein, Ingwer und einem Spritzer Zitrone verfeinert werden.
- mit Croutons und Creme Fraiche angerichtet werden.
Wie sehr man die Kürbisstücke mit dem Stabmixer püriert, kann frei entschieden werden. Von der sehr feinen und cremigen Kürbissuppe bis zum kräftigen Suppenmus mit Gemüsestückchen ist alles erlaubt.
Kürbiskerne nicht wegwerfen: Der gesunde Snack
Wenn Sie Ihren Halloween-Kürbis aushöhlen, bleiben neben dem Fruchtfleisch auch jede Menge Kerne übrig. Werfen Sie diese auf keinen Fall weg! Getrocknete und geröstete Kürbiskerne sind ein toller Knabberspaß und liefern wertvolle Nährstoffe. Sie können die Kerne einfach vom Fruchtfleisch befreien, waschen und auf einem Backblech trocknen lassen. Anschließend werden sie mit etwas Öl und Salz im Ofen geröstet, bis sie herrlich duften. Sie dienen als perfektes Topping für Ihre Kürbissuppe oder als gesunde Alternative zu Chips während der Halloween-Party.
Köstliches Kürbis Rezept – Chutney
Da zu Halloween viele Kürbisse zur Deko benötigt werden, kann man aus dem Fruchtfleisch des Kürbis nicht nur eine tolle Kürbissuppe sondern auch ein gutes Chutney machen. Chutneys eigenen sich prima, um sie in Gläser abzufüllen. Sie halten sich dadurch länger schmecken am besten, wenn man sie 2 Wochen ziehen lässt. Ein einfaches Rezept:
- ca. 1,5 kg Kürbisfleisch
- 500 g Tomaten
- 500 g Äpfel
- 500 g Zwiebeln
- 500 g Rohrzucker
- 700 ml Branntweinessig
- etwas Salz & Pfeffer zum Abschmecken
Kürbis-Chutney Zubereitung
Das Kürbisfleisch wird mit einem Suppenlöffel ausgehöhlt, die Kürbiskerne entfernt. Anschließend kocht man das Gemüse in etwas Wasser, bis es weich ist. In der Zwischenzeit werden die Tomaten geschält, die Kerne entfernt, Zwiebeln und Äpfel geschält und in feine Würfel geschnitten.
Nachdem der Kürbis abgegossen wurde, werden nun alle Zutaten bei kleiner Flamme und zugedecktem Topf köcheln gelassen. Später wird das noch heiße Chutney mit einem Stabmixer grob püriert. Das Chutney kann nun in Gläser abgefüllt, kühl und dunkel gelagert werden. Das Rezept kann ebenfalls wie die Kürbissuppe individuell abgewandelt werden. Zum Beispiel kann etwas Chilischote fein gehackt dazugegeben werden oder Honig.
Kürbis-Blech vom Ofen – Herzhaftes Kürbis Rezept mit Kräutern
Wenn es in der Küche mal schnell gehen soll, probieren Sie ein Kürbis-Blech im Backofen. Beim Backen karamellisiert der natürliche Zucker im Kürbis leicht. Das hebt das Aroma hervor. Es ist eine wunderbare Alternative zur klassischen Suppe und lässt sich hervorragend als Hauptspeise oder als herbstliche Beilage servieren.
Zutaten für ein Backblech
Für dieses einfache und gesunde Gericht benötigen Sie etwa einen mittelgroßen Hokkaido-Kürbis (ca. 1 kg), da dieser nicht geschält werden muss. Des Weiteren brauchen Sie drei bis vier Esslöffel Olivenöl, zwei Knoblauchzehen, frische Kräuter wie Rosmarin oder Thymian sowie Salz und groben Pfeffer. Wer es gerne etwas würziger mag, kann zusätzlich eine Prise Chiliflocken oder etwas Muskatnuss hinzufügen.
Schritt für Schritt: Die Zubereitung
Zuerst waschen Sie den Kürbis gründlich ab, halbieren ihn und entfernen die Kerne mit einem Suppenlöffel. Schneiden Sie den Kürbis anschließend in etwa zwei Zentimeter breite Spalten oder mundgerechte Würfel. In einer großen Schüssel mischen Sie das Olivenöl mit dem gepressten Knoblauch und den gezupften Kräutern. Geben Sie die Kürbisstücke hinzu und wenden Sie diese so lange, bis sie gleichmäßig mit dem Kräuteröl überzogen sind.
Verteilen Sie die Stücke nun nebeneinander auf einem Backgitter oder einem Backblech, das Sie mit Backpapier ausgelegt haben. Achten Sie darauf, dass die Stücke nicht zu dicht übereinanderliegen, damit sie im Ofen schön knusprig werden und nicht nur dämpfen.
Backzeit und Serviervorschlag
Schieben Sie das Blech in den auf 200 °C (Ober-/Unterhitze) vorgeheizten Backofen. Nach etwa 20 bis 25 Minuten ist der Kürbis goldbraun geröstet und weich. Mein Tipp für Sie: Kurz vor Ende der Backzeit können Sie etwas zerbröselten Schafskäse oder Fetakäse über den Kürbis geben und diesen kurz mitschmelzen lassen. Die salzige Note des Käses harmoniert ganz hervorragend mit dem nussigen Geschmack des Kürbisfleisches. Servieren Sie das Kürbis-Blech direkt heiß aus dem Ofen, vielleicht mit einem Klecks Kräuterquark oder einem frischen Dip.
Kürbis richtig lagern und haltbar machen
Haben Sie einen ganzen Kürbis gekauft oder geerntet und können ihn nicht sofort verarbeiten? Ganze Speisekürbisse halten sich an einem kühlen, trockenen Ort (ideal sind ca. 12 bis 15 °C) oft mehrere Monate lang. Sobald der Kürbis jedoch angeschnitten ist, sollten Sie ihn in Folie gewickelt im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb weniger Tage verbrauchen.
Falls Sie größere Mengen Fruchtfleisch übrig haben, können Sie dieses auch wunderbar einfrieren. Blanchieren Sie die Würfel kurz in kochendem Wasser oder frieren Sie das fertig pürierte Kürbismus ein. So haben Sie auch nach der Halloweenzeit jederzeit die Basis für eine schnelle Suppe oder eine leckere Beilage parat.











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