Schokolierte Trockenfrüchte selbst machen - einfach & lecker

Schokolierte Trockenfrüchte selbst machen

Schokolierte Trockenfrüchte selbst machen
Trockenobst ist beliebt, aber relativ teuer, wenn man es kauft. Noch besser als einfaches Dörrobst schmecken schokolierte Trockenfrüchte, die man selbst machen kann. Sogar Kinder mögen diese leckere Süßigkeit, die obendrein noch gesund ist und dem Körper schnell Energie liefert.

Dabei ist die Herstellung in der eigenen Küche nicht nur deutlich preiswerter, sondern bietet Ihnen auch die volle Kontrolle über die Qualität der Zutaten. Sie entscheiden selbst, welche Edelschokolade verwendet wird und ob Sie das Obst naturbelassen oder fein gewürzt verarbeiten möchten. Ob als kleiner Energieschub beim Wandern, als gesunde Alternative zum abendlichen Knabbern oder als liebevoll gestaltetes Geschenk aus der Küche – die Kombination aus fruchtiger Süße und knackiger Schokolade begeistert in jeder Variation.

In diesem Ratgeber zeige ich Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie die perfekten schokolierten Trockenfrüchte zaubern. Wir werfen einen Blick auf die besten Obstkombinationen, klären wichtige Fragen zur Haltbarkeit und verrate Ihnen Profi-Tipps, damit die Schokolade auf Ihren Früchten herrlich glänzt und nicht grau wird.

Was macht Trockenobst so gesund?

Getrocknetes Obst ist durch den Flüssigkeitsentzug lange haltbar und kann zwischendurch als süße Nascherei gegessen werden. Wird das Obst möglichst frisch und schonend getrocknet, bleiben die meisten Vitamine und wichtige Nährstoffe erhalten. Mit ein bisschen Schokolade drum herum, schmeckt das getrocknete Obst sogar noch besser.

Schokolierte Trockenfrüchte – liebt fast jeder

Die süße Nascherei begeistert sogar Obstmuffel, die nicht dazu zu bewegen sind, täglich die empfohlene Menge an frischem Obst zu essen. Schokolierte Trockenfrüchte sind nicht zuletzt wegen dem leckeren Schokoladenmantel beliebt, sondern werden oft als Süßigkeit empfunden und deshalb gegenüber frischem Obst bevorzugt.

Fruchtig, süß, lecker!

Dörrobst ist wesentlich süßer, weil durch den Wasserentzug alle Aromen konzentrierter sind. Somit ist Trockenobst perfekt, wenn man Lust auf etwas Süßes hat. Schokolierte Trockenfrüchte schmecken durch die Schokolade zudem besonders lecker und begeistern Naschkatzen. Allerdings ist der Anteil von Schokolade bei schokoliertem Trockenobst nicht so hoch, als würde man eine Tafel Schokolade essen.

Für schokolierte Trockenfrüchte Obst im Dörrautomat trocknen

Zwar können Sie getrocknetes Obst fertig im Supermarkt kaufen, allerdings wird dieses oft geschwefelt, um es haltbarer zu machen. Sind Sie Fan von Dörrobst, können Sie Früchte problemlos selbst machen, ohne Konservierungsmittel wie z. B. Schwefel zuzusetzen.  Besser ist es, wenn Sie selbst das frische Obst schonend trocknen. Selbstverständlich dürfen Sie mehrere Obstsorten mischen, dann ist für jeden die richtige Süßigkeit dabei.

Schokolierte Trockenfrüchte – welche Früchte eignen sich?

Zum Trocknen eignen sich fast alle Obstsorten. Apfelscheiben, Bananenstücke, Erdbeeren, Kiwi, Feigen sowie Ananas und fast alle Beerenarten (z.B. Acai-Beere) können entweder im Backofen bei geöffneter Tür oder noch besser in einem speziellen Dörrautomat getrocknet werden.

Die Vorbereitung: Das A und O für gleichmäßiges Trocknen

Bevor das Obst in den Ofen oder den Automaten wandert, sollten Sie es gründlich waschen und – falls nötig – entsteinen oder entkernen. Schneiden Sie das Obst in möglichst gleichmäßige Stücke oder dünne Scheiben. Je gleichmäßiger die Dicke, desto einheitlicher gelingt das Trocknungsergebnis. Tauchen Sie helle Früchte wie Äpfel oder Bananen kurz in Zitronenwasser, damit sie beim Trocknen nicht braun werden und ihre appetitliche Farbe behalten.

Temperatur und Dauer: Geduld wird belohnt

Die perfekte Temperatur liegt in einem Bereich von 50 bis 70 °C, um frischem Obst die Feuchtigkeit schonend zu entziehen. Sowohl im Backofen wie auch im Dörrautomat dauert dies je nach Obstsorte und Größe der Obststücke mehrere Stunden. Während Beeren oft etwas schneller fertig sind, benötigen wasserhaltige Früchte wie Ananas oder dicke Feigen deutlich mehr Zeit. Mit einem Timer kann die Dauer des Trockenvorganges eingestellt werden bzw. beim Backofen können Sie eine Eieruhr oder einen Wecker verwenden.

Backofen vs. Dörrautomat: Die richtige Technik nutzen

Wollen Sie im Küchenofen Obst trocknen, sollten Sie ein Backgitter verwenden, das Sie mit Backpapier ausgelegt haben, damit die Obststücke nicht durch das Gitter fallen. Wichtig ist hierbei, die Ofentür einen Spalt breit offen zu lassen (z. B. mit einem Kochlöffel), damit die feuchte Luft entweichen kann.

Wesentlich effizienter arbeitet ein Dörrautomat. Dieser besitzt mehrere Körbe, die übereinander gestapelt das Trocknen größerer Mengen erlauben und die Luft optimal zirkulieren lassen. Dies spart nicht nur Energie, sondern sorgt auch für ein gleichmäßigeres Ergebnis, ohne dass Sie die Bleche ständig wenden müssen.

Getrocknete Feigen mit Schokolade

Trockenfrüchte schokolieren: So gelingt der perfekte Überzug

Nachdem alle Obststücke getrocknet wurden, müssen Sie jetzt noch Schokolade oder Kuvertüre schmelzen. Das können Sie entweder im Wasserbad oder bei geöffneter Backofentür im Backofen tun. Verwenden Sie eine Glasschale oder eine Edelstahlschale, um Vollmilchschokolade, Zartbitterschokolade oder weiße Schoki langsam zum Schmelzen zu bringen.

Schokolade richtig schmelzen – darauf sollten Sie achten

Damit Ihre selbstgemachten Leckereien einen schönen Glanz erhalten und später knackig fest werden, ist die Temperatur entscheidend. Erhitzen Sie die Schokolade im Wasserbad niemals zu stark; das Wasser sollte nur simmern, nicht kochen. Achten Sie zudem peinlich genau darauf, dass kein Wasserdampf oder Wassertropfen in die Schale gelangen, da die Schokolade sonst sofort klumpt und unbrauchbar wird.

Das Schokolieren: Präzision und Kreativität

Anschließend können Sie das Dörrobst entweder auf Spieße aufstecken, um diese dann in der Schokolade zu wenden, oder Sie schokolieren einzelne Obststückchen mithilfe einer Pralinengabel oder einer herkömmlichen Gabel. Wenn Sie möchten, können Sie schokolierte Trockenfrüchte mit bunten Streuseln oder Krokant garnieren – schließlich isst das Auge mit.

Auch gehackte Nüsse, Kokosflocken oder ein Hauch von Meersalz auf dunkler Schokolade verleihen Ihren Kreationen eine edle Note. Setzen Sie die verzierten Stücke nach dem Eintauchen auf ein Stück Backpapier oder eine Silikonmatte, damit sie in Ruhe fest werden können, ohne festzukleben.

Trocknen und Aufbewahren

Lassen Sie die schokolierten Früchte am besten bei Zimmertemperatur an einem kühlen Ort trocknen. Vermeiden Sie den Kühlschrank, da die Schokolade dort schnell matt wird und durch das Kondenswasser an Glanz verliert. Erst wenn die Hülle komplett ausgehärtet ist, sollten Sie die Früchte in Dosen schichten, am besten getrennt durch Lagen von Butterbrotpapier, damit nichts zusammenklebt.

Schokoliertes Trockenobst

Kreative Kombinationen: Welche Trockenfrüchte passen zu welcher Schokolade?

Das Geheimnis perfekter schokolierter Früchte liegt im harmonischen Zusammenspiel von Süße, Säure und den herben Noten der Kakaobohne. Da jede Frucht ihr eigenes Aroma mitbringt, lohnt es sich, bei der Auswahl der Schokolade gezielt zu variieren. Hier sind meine persönlichen Empfehlungen für Ihre nächste Genuss-Runde:

Datteln und Feigen: Die orientalische Süße

Diese Klassiker besitzen eine sehr intensive, fast honigartige Süße. Um hier einen spannenden Kontrast zu setzen, empfiehlt sich eine Zartbitterschokolade mit hohem Kakaoanteil (mindestens 70 %). Die herben Röstaromen fangen die Süße der Frucht wunderbar auf. Ein besonderer Tipp für Sie: Füllen Sie die Datteln vor dem Eintauchen mit einer Walnuss oder bestreuen Sie die noch feuchte Schokolade mit einer Prise Meersalz.

Aprikosen und Mangos: Fruchtige Exotik

Getrocknete Aprikosen und Mangostreifen bringen eine feine Säure mit, die hervorragend mit Vollmilchschokolade harmoniert. Die cremige Note der Milch mildert die Fruchtsäure ab und sorgt für ein rundes Geschmackserlebnis. Wenn Sie es noch exotischer mögen, greifen Sie zu weißer Schokolade und garnieren die Früchte mit Kokosraspeln oder etwas Limettenabrieb.

Ingwer: Die feurige Schärfe

Kandierter oder getrockneter Ingwer ist etwas für Kenner. Die Kombination aus Schärfe und Süße verlangt nach einer dunklen Schokolade. Diese unterstreicht die würzigen Noten, ohne sie zu überlagern. Ingwerstäbchen in Zartbitterhülle sind zudem ein hervorragendes Geschenk aus der Küche, das edel aussieht und geschmacklich lange in Erinnerung bleibt.

Pflaumen und Cranberries: Herb-süße Akzente

Pflaumen sind sehr weich und vollmundig. Sie vertragen eine kräftige Schokoladenhülle ebenso gut wie eine Kombination mit Zartbitter-Kuvertüre. Bei den kleineren Cranberries können Sie wunderbar experimentieren: Mischen Sie diese direkt unter die flüssige Schokolade und setzen Sie kleine Häufchen auf das Backpapier. Durch das Spiel zwischen der herben Beere und der süßen Schokolade entstehen kleine Energie-Booster für zwischendurch.

Apfelringe: Heimischer Genuss

Getrocknete Apfelringe sind meist eher dezent im Geschmack und haben eine leicht zähe Textur. Hier passt eine klassische Vollmilchschokolade mit einer Prise Zimt hervorragend. Wer es etwas feiner mag, taucht die Ringe nur zur Hälfte ein – das sieht optisch besonders ansprechend aus und lässt das Aroma des Apfels im Vordergrund.

Warum wird die Schokolade grau oder klebrig?

Selbst mit den besten Zutaten kann es beim Schokolieren zu kleinen optischen Makeln kommen. Die gute Nachricht: Meist stecken dahinter einfache physikalische Prozesse, die Sie mit ein paar Kniffen leicht vermeiden können. Hier sind die häufigsten Fehler und wie Sie es beim nächsten Mal besser machen:

Der graue Schleier (Fettreif)

Wenn die Schokolade nach dem Aushärten matt aussieht oder weiße Streifen bekommt, liegt das meist an einer zu hohen Temperatur beim Schmelzen. Das Fett (die Kakaobutter) tritt aus und kristallisiert an der Oberfläche. Mein Tipp für Sie: Achten Sie darauf, die Schokolade langsam und niemals über 45 °C zu erhitzen. Das Temperieren ist das Geheimnis für den perfekten Glanz.

Die Schokolade klumpt

Schon ein einziger Tropfen Wasser im Wasserbad kann dazu führen, dass die Schokolade schlagartig fest und krümelig wird. Achten Sie penibel darauf, dass Schüssel und Rührlöffel absolut trocken sind und kein Wasserdampf in die Masse gelangt.

Klebrige Oberfläche

Wenn die Früchte auch nach Stunden nicht richtig fest werden oder an den Fingern kleben, war die Umgebung beim Trocknen meist zu warm oder die Luftfeuchtigkeit zu hoch. Vermeiden Sie es jedoch, die Früchte im Kühlschrank aushärten zu lassen, da sich dort Kondenswasser bildet, welches den Zucker im Fleisch löst und die Schokolade stumpf werden lässt.

Profi-Tipp – so retten Sie graue Schokolade

Sollte die Schokolade doch einmal grau geworden sein, ist das kein Grund zur Sorge – der Geschmack bleibt unverändert. Für den Eigenverzehr ist es lediglich ein kleiner optischer Makel, beim Verschenken können Sie die Stellen einfach mit etwas Kakaopulver oder gehackten Nüssen kaschieren.

Haltbare & gesunde Süßigkeit

Schokolierte Trockenfrüchte sind mehrere Wochen auch ohne Schwefelzusatz und Monate haltbar, wenn sie kühl und trocken gelagert werden. Es lohnt sich also, wenn Sie vorrätig Trockenobst herstellen und in Frischhaltedosen oder Gebäckdosen aufbewahren.

Hinweis zur Lagerung

Achten Sie darauf, die schokolierten Früchte nicht direkt neben stark riechenden Lebensmitteln (wie Gewürzen oder Kaffee) aufzubewahren, da die Schokolade Fremdaromen sehr schnell annimmt.

Haltbarkeit auf einen Blick

Damit Sie den Überblick behalten, wie lange Ihre selbstgemachten Vorräte genießbar bleiben, dient diese Tabelle als Orientierung (bei kühler, dunkler Lagerung):

Produktart Haltbarkeit (ungefähr) Lagerungsempfehlung
Schokolierte Trockenfrüchte 2–4 Wochen Kühl, trocken, luftdicht (kein Kühlschrank)
Klassisches Dörrobst (pur) 6–12 Monate Dunkel, in Gläsern oder Dosen
Gefriergetrocknete Früchte 12–24 Monate Absolut luftdicht (ziehen schnell Feuchtigkeit)

Mein Tipp für maximale Knusprigkeit

Wenn Sie eine noch längere Haltbarkeit und eine besondere Textur wünschen, können Sie auch auf gefriergetrocknete Früchte zurückgreifen. Im Gegensatz zum klassischen Dörrobst wird diesen Früchten die Feuchtigkeit durch Sublimation fast vollständig entzogen. Dadurch sind sie extrem leicht, behalten ihre Form und sind – sofern sie luftdicht verschlossen und vor Feuchtigkeit geschützt gelagert werden – noch deutlich länger haltbar als herkömmliches Trockenobst. Zudem bleibt bei der Gefriertrocknung ein Großteil der Vitamine und die natürliche Farbe besser erhalten.

Auch ohne Schokoladenüberzug ist Dörrobst haltbar und dient als gesunde Alternative zu Süßigkeiten. Zwar ist Trockenobst im Vergleich zu frischem Obst kalorienhaltiger (bei gleicher Menge), jedoch Dörrobst viel gesünder und liefert zudem auch noch Energie und wichtige Nährstoffe und reichlich Vitamine. Allerdings geht das wertvolle Vitamin C verloren, so dass Trockenobst kein vollwertiger Ersatz für frische Rohkost ist.

0 Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

An der Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert