Ersatzteile für Küchengeräte

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Reparaturen für mehr Nachhaltigkeit

Wir leben in einer Wegwerfgesellschaft. Wenn etwas kaputt geht, wird es durch etwas Neues ausgetauscht. Ob das nun ein Küchengerät wie die Küchenmaschine ist oder ein durchlöcherter Socken, den die Großmütter früher einfach gestopft hätten. Immer billiger werdende Waren werden produziert und so ist es auch bequem, neu zu kaufen, statt Ersatzteile zu besorgen und sich an die Reparatur zu machen. Die Philosophie, man kauft sich lieber günstige Küchengeräte und wirft sie dann weg, wenn etwas kaputt geht, ist zum Verbrauchertrend geworden. Aber sonderlich modern, innovativ und nachhaltig ist das nicht. Denn es geht nicht nur um den Komfort, den man im Haushalt genießen möchte, sondern auch um nachhaltigen Umweltschutz und den Schutz von Rohstoffressourcen. Außerdem schont man seinen Geldbeutel, wenn man Geräte länger benutzt.

Die Wegwerfkultur hat uns in Deutschland übrigens einen neuen Negativ-Rekord eingebracht:

Deutsche werfen am meisten Elektroschrott weg

So macht die Zeit Online am 15. April 2014 auf. In 2010 stammen 22,2 Prozent Elektroschrott allen Elektromülls innerhalb Europas aus Deutschland. 777.000 Tonnen. Muss das sein? Nein. Denn wer auf hochwertige Markengeräte setzt und lieber kostengünstig Ersatzteile beschafft und sich um eine Reparatur kümmert, spart nicht nur viel Geld, sondern hat auch langfristig was von einem hochwertigen Elektrogerät.

Elektrogeräte reparieren
Elektrogeräte reparieren

Wann und was kann man reparieren?

Selbstverständlich kann nicht jeder Defekt selbst repariert werden. Allerdings lohnt sich eine Reparatur zumindest bis zu einem gewissen Alter fast immer. Markengeräte sind zwar in der Anschaffung teurer, jedoch bieten sie in fast allen Fällen die bessere Qualität, was die Technik und die Nutzung betrifft. Ob und bis zu welchem Alter sich die Reparatur lohnt, hängt ab von:

  • Alter des Elektrogeräts
  • Anschaffungspreis des Geräts
  • Kosten der benötigten Ersatzteile
  • evt. anfallende Kosten für die Reparatur

Gemessen an den Anschaffungskosten kann man für Küchengeräte ungefähr diese Richtwerte für lohnenswerte Reparaturkosten (Ersatzteil + Reparatur) veranschlagen:

  • bis 4 Jahre ca. 50 %
  • bis 6 Jahre ca. 30 %
  • bis 8 Jahre zw. 15 und 25 %

Bei billigen Küchengeräten oder einer No-Name Kaffeemaschine wird es meist schwierig, überhaupt noch an Ersatzteile zu kommen, während beim Markengerät dies in der Regel auch nach 3, 5 oder sogar 10 Jahren kein Problem darstellt. Hier genügt meist ein Blick in die Bedienungsanleitung des Herstellers, um einen Lieferanten oder Fachhändler zu finden, der Austauschteile führt. Natürlich lassen sich auch im Internet in diversen Shops wie z. B. hier Ersatzteile für Kaffeemaschinen, Kaffeevollautomaten usw. finden. Fast immer können alle Bauteile, die einem normalen Verschleiß unterliegen oder aber Bauteile aus Kunststoff, die vom Reinigen in der Spülmaschine brüchig wurden, problemlos selbst ausgetauscht werden. Man braucht dafür nicht unbedingt großes handwerkliches Können und kann sich einfach selbst an der Reparatur probieren. Meist lassen sich auch Reparaturanleitungen im Internet ergooglen, so dass man mit der Anleitung einfachere Defekte der Küchengeräte selbst beheben kann.

Keine selbständige Reparatur in der Garantiezeit

Vorsicht ist jedoch geboten, wenn ein Elektrogerät noch unter Garantie steht. In der Regel ist es so, dass diese verfällt, wenn ein Gerät innerhalb der Garantie geöffnet wird. Dies darf innerhalb der Garantielaufzeit nur ein autorisierter Fachhändler. Markenhersteller verschließen zwecks besserer Überprüfbarkeit ihre elektronischen Geräte fast immer mit speziellen Schrauben oder Nieten, für die man Spezialwerkzeug benötigt oder aber es werden Siegel herstellerseits angebracht. Solange also noch Garantie besteht, sollten Sie ein defektes Gerät immer an den Reparaturservice des Herstellers schicken bzw. zu einer autorisierten Werkstatt bringen.

Vorsicht bei Elektronik

Wer auf dem Gebiet der Elektronik nicht gerade bewandert ist, sollte auf jeden Fall die Finger davon lassen und die Reparatur in die Hände eines Fachmannes geben. Ein Ausfall eines wichtigen Elektrogeräts ist immer eine blöde Sache. Daher möchte man defekte Küchengeräte möglichst schnell wieder am Laufen haben. Bei Waschmaschine, Trockner und Spülmaschine ist das meist einfacher, wie bei einem kleineren Elektrogerät wie etwa der Kaffeemaschine. Für größere Geräte kommt nämlich ein Reparaturdienst ins Haus, während Kleinelektro oft eingeschickt werden soll. Das heißt dann meist 3-4 Wochen Wartezeit. Das verleitet natürlich entweder zum Neukauf oder aber zum Selbstversuch, sich doch an die Elektronikreparatur zu wagen. Da neu kaufen oft gar nicht nötig ist und das Herumwurschteln an der Elektrik unter Umständen lebensgefährlich sein kann, gibt es von uns hier einen wirklich guten Tipp.

Bringen Sie das Gerät ins Reparaturcafe

Es gibt sie inzwischen wohl in jeder Region und bieten der Gesellschaft einen enormen Mehrwert. Hobbybastler, Schrauber und meist auch Elektriker bieten entweder kostenlos oder für kleines Geld an, sich defekte Elektrogeräte anzuschauen. Meist kann man einfach mit seinem Gerät hingehen und Kaffeemaschine und Co durchchecken lassen. Natürlich wird auch repariert, wenn es möglich ist und sich lohnt. Solche Reparaturcafes sind nicht kommerziell ausgerichtet, sondern fußen meist auf dem löblichen Gedanken, ehrenamtlich sich für die Nachhaltigkeit einzusetzen. Man hat also nicht unbedingt den Fullservice und muss Ersatzteile darum meist auch selbst besorgen, dafür kostet eine Reparatur aber auch im Grunde nichts und sorgt dafür, dass man Küchengeräte oder andere Elektrogeräte noch einige Jahre weiter benutzen kann. Ein schöner Trend, der wieder einmal mehr dafür spricht, nicht auf Markengeräte zu verzichten. Denn selbst, wenn die Garantie schon lange abgelaufen ist, kann man sich für wenige Euro im Notfall das bessere Markengerät reparieren lassen.

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