Gewürze mahlen – Mehr Aroma in der Küche

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Mehr Geschmack beim Würzen

Samen, Kapseln, Kräuter – das sind die Zutaten, die zum Würzen in der Küche unverzichtbar sind und darüber entscheiden, wie aromatisch der Geschmack der Gerichte ist. Zwischen den Gewürzen gibt es gravierende Unterschiede. Ein wichtiger Faktor ist die Frische, denn umso älter die würzigen Zutaten werden, umso weniger ausgeprägt ist das Aroma, welches beim Abschmecken genutzt werden kann. Eine Methode, jederzeit möglichst frische Würzmittel zu haben, ist das Gewürze mahlen. Dadurch werden die ätherischen Öle unmittelbar vor der Verwendung freigesetzt und so lässt sich viel aromatischer würzen.

Worauf kommt es beim Gewürze mahlen an?

Frische Würzmittel und Kräuter trocknen

Es ist natürlich viel bequemer, kleine Gewürzdöschen oder Nachfüllpackungen im Supermarkt zu kaufen. Dies kostet nicht viel und macht keine Arbeit – das Gewürze mahlen schon. Doch dieser kleine Aufwand zahlt sich aus. Und zwar im Geschmack. Sie können viele Gewürze und Kräuter aus dem Garten verwenden, sie schonend (langsam) trocknen und beispielsweise Fenchelsamen, Senfkörner, Dillspitzen, Oregano usw. Die getrockneten Würzen werden dann in unbearbeitetem Zustand am besten in einem luftdicht verschlossenen Glas an einem dunklen und kühlen Ort aufbewahrt. Das hält sie frisch und schließt das Aroma ein.

Kurz vor dem Würzen zerkleinern

Je kürzer Gewürzpulver gelagert werden, um so intensiver und aromatischer ist der Geschmack, den sie an die Gerichte abgeben. Daher sollten man kurzfristig Gewürze mahlen, wenn sie gebraucht werden. Schon nach wenigen Tagen lassen die Aromen deutlich nach. Es empfiehlt sich deshalb, jedes Gewürz nur in kleinen Mengen, z. B. einen Wochenvorrat, zu zerkleinern.

Wie kann man Gewürze mahlen?

Nicht immer ist eine Gewürzmühle geeignet

Beim Gewürze mahlen gibt es einige Dinge, die zu beachten sind. So spielt es je nach Art des Gewürzes zum Beispiel eine Rolle, wie man es zerkleinert. Viele trockene Kräuter und Samen lassen sich hervorragend in einer Gewürzmühle zermahlen. Um aromatisiertes Salz selbst zu machen, eignet sich allerdings nicht jede Gewürzmühle, es soll eine spezielle Salzmühle sein. Denn das Salz zieht die Luftfeuchtigkeit an und kann das Mahlwerk einer Gewürzmühle zum Rosten bringen und durch die Feuchtigkeit das Mahlwerk verklebt. Dies gilt übrigens auch für Beeren, wie z. B. die Wacholderbeere sowie rote Pfefferkörner. Obwohl man Salzmühlen durchaus verwenden kann, ist die nachfolgende Methode deshalb die bessere.

GewürzGewürze mahlen - am besten mit einem Mörser
Gewürze mahlen – am besten mit einem Mörser

Mörser und Stößel sind ideal

Für alle Gewürze, die nicht in der Salzmühle gemahlen werden können, bietet sich das Gewürze mahlen im Mörser an. Beim Mörser handelt es sich um ein rundes Behältnis (meist aus schwerem Marmor) mit einer Kuhle. Darin werden die Würzzutaten mit dem Stößel zerstoßen oder zerrieben. Dabei lässt sich die Feinheit nicht ganz so gut bestimmen wie mit der Gewürzmühle. Allerdings können Körner, Kapseln und Gewürzsamen mit etwas mehr Körpereinsatz zu einem feinen Pulver vermahlen werden oder auch etwas gröber.

Weitere Vorteile beim Mörsern

Das Mörsern ist wirklich ohne viel Mühe möglich und hat gegenüber den Mühlen einige weiter Vorteile. Gewürzmühlen nehmen schnell den Geschmack von Kräutern an und geben ihn ab, wenn man darin andere Gewürze mahlen will. Um dies zu verhindern, müssten Sie die Mühle komplett zerlegen und gründlich reinigen, was ein sehr aufwändiges Unterfangen ist.

Der Mörser kann in der Küche stehenbleiben und täglich verwendet werden. Er muss nicht jedes Mal gespült werden, sondern meist reicht es, nach dem Gewürze mahlen mit einem Küchentuch die Kuhle auszureiben. Sie können also tagesfrisch eine Mischung zum Würzen zerkleinern oder einen kleinen Vorrat an Gewürzpulver herstellen.

So bleibt das Aroma von Gewürz lange frisch

Beim Gewürze mahlen werden die eingeschlossenen ätherischen Öle freigesetzt, wodurch sich das leckere Aroma entfaltet. Allerdings verflüchtigen sich genau diese Aromen nach dem Zerkleinern sehr schnell. Wenn es Ihnen nicht zuviel Aufwand ist, täglich zu mörsern, empfiehlt sich dies. Ansonsten können Sie aus getrockneten Kräutern und Samen eine kleine Portion frischer Würzmischungen zubereiten, die dann ebenfalls in einem gut verschließbaren Glas möglichst dunkel und kühl aufbewahrt werden. Dann haben Sie etwa eine Woche lang einen perfekten Geschmack, der Gewürze aus dem Supermarkt um Längen schlägt.

Top Tip: Eigene Gewürzmischungen kreieren

Keinesfalls müssen Sie jedes Gewürz einzeln zermahlen. Fenchelsamen, Salze, Kräuter, Pfefferkörner und Co lassen sich zusammen mixen, um aromaintensive Mischungen zu erhalten. Wenn Sie zum ersten Mal selbst Gewürze mahlen, sollten Sie immer notieren, welche und wie viele Zutaten Sie mixen. So können Sie jederzeit das Rezept nachmischen, wenn Sie eine besonders leckere Gewürzmischung kombiniert haben. Am besten ist es, wenn Sie dabei einen Löffel oder oder Kaffeelot als Maß nehmen oder mit einer Feingewichtswaage abwiegen, wie viel Sie von welcher Zutat für die eigene Würzmischung genommen haben. Dies gibt ihren Gerichten beim Kochen eine ganz individuelle Note und macht alle Speisen zu einem wahren Gaumenschmaus. Eine umfangreiche Rezeptsammlung finden Sie auch hier.

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